Corona / COVID-19 / SARS-CoV-2 

Auch wir sind auf die offiziellen und öffentlichen Informationen der Institutionen angewiesen. Auch wir müssen uns teils an sich sehr kurzfristig ändernde Rahmenbedinungen anpassen. Teilweise liegen uns noch keine Handlungsanweisungen und Richtlinien für Sachverhalte vor, die politisch entschieden sind und damit in den Medien verbreitet werden - wir bitten dies beim Kontakt mit der Praxis zu berücksichtigen und bitten um Ihr Verständnis. Wir sind stehts bemüht, Ihnen mit Ihren Anliegen zu helfen, sind aber auch an gesetzliche Vorgaben begunden!   

Sämtliche unten genannten Informationen entsprechen meinem gegenwärtigem (10.10.2021) Kenntnisstand aus medizinischer Literatur und allg. sowie lokalen Medien.

Verfolgen Sie bitte auch die LOKALEN Medien, welche Regeln und Routinen zu den jeweiligen Themen im Vogtland gelten. 

WICHTIG:

Sollten Sie relevante Beschwerden haben, mit denen Sie sonst medizinische Institutionen (Praxis, Krankenhaus, Rettungsstelle, Bereitschaftsdienst 116 117, Notarzt 112, ...) kontaktieren oder aufsuchen würden - tun Sie das bitte auch in der jetzigen Zeit und zögern Sie nicht unnötig aus Angst vor Infektion/Ansteckung!!! Versuchen Sie bei Unklarheiten telefonisch Rat zu bekommen (Praxis, Bereitschaftsdienst 116 117, Notarzt 112). 

Impfungen

Ich befürworte die Impfung gegen die Coronavirusinfektion. Aus den mir bekannten Informationen ergeben sich aus meiner Sicht keine Gründe, sich nicht impfen zu lassen entsprechend den Vorgaben der Ständigen Impfkommission (STIKO) und sächsichen Impfkommission (SIKO).

Impfen in Arztpraxen - allgemeine Hinweise
- Coronaimpfungen sind organisatorisch und zeitlich wesentlich aufwendiger als andere Impfungen (z.B. Grippeimpf., Tetanusimpf.)
- viele Praxen werden spezielle Impfsprechstunden /-zeiten anbieten, oft alternativ oder zusätzlich zur normalen Sprechstunde (es müssen auch weiterhin kranke Patienten behandelt werden!!)
- jeder Arzt/Ärztin entscheidet für sich und seine/ihre Praxis - ob, wer, wann, wie, womit geimpft wird!
- überwiegend wird jede Praxis ihr eigenes Impfkonzept entwickeln und durchführen, dies betrifft u.a. Terminvereinbarung, Anzahl der Impfungen und Art der Impfstoffe.  

Impfen in UNSERER Praxis (24.11.2021)
- wir werden aus organisatorischen Gründen Impfungen für hausärztlich in unserer Praxis betreute Patienten (Erwachsene jeden Alters) mit Impfstoff der Firmen BioNTech und Moderna durchführen.
- Praxisfremde Patienten verweisen wir an die entsprechenden Angebote des DRK und die Auflistung der Kassenärztlichen Vereinigung von impfenden Praxen 
- ImpfSTOFFwünsche können/werden NICHT entgegengenommen und können/werden nicht umgesetzt. Nach aktuellem Kenntnisstand der Wissenschaft sind die Impfstoffe der Firmen BioNTech und Moderna sowohl hinsichtlich Wirkung als auch Sicherheit vergleichbar. Auch die von mir recht hoch geschätzte sächsische Impfkommission hat dies in einer Stellungnahme veröffentlicht - weder ich als Arzt noch vermutlich Sie als Patient können dies besser beurteilen als die Experten der Kommissionen. Organisatorisch ist es in unserer Arztpraxis (wie vermutlich in den allermeisten impfenden Arztpraxen) nicht möglich, auf ImpfSTOFFwünsche einzugehen, da wir nie sicher planen können, wieviel von welchem Impfstoff in der Praxis vorliegt. Wir bitten von Nachfragen und Diskussionen zu diesem Thema telefonisch, digital und in der Praxis abzusehen, um die schon angespannten Praxisabläufe nicht unnötig mehr zu belasten. Wir impfen zu vereinbarten Terminen was da ist (BioNTech ODER Moderna) und in Abhängigkeit der geplanten Anzahl Impfungen (und unter 30 Jährige sowie Schwangere mit BioNTech). Wer mit diesem Vorgehen nicht einverstanden ist müsste sich an andere Impfstellen wenden. 
- Impfungen für Genesene. Als genesen gilt, wer einen positiven PCR-Test oder positiven SARS-AK-Test (Selbstzahler) nachweisen kann. Die Bestimmung der AK kann durch die Praxis veranlasst werden.
- Booster(Auffrischungs)-Impfungen werden ab ca. 6 Monate nach 2.Impfung, entsprechend den medizinischen Expertenempfehlungen durchgeführt (über 18 Jährige, bevorzugt zunächst Menschen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf aufgrund des Alters oder/und bestehender Grunderkrankungen).  
- 3.Impfung als erweiterte Grundimmunisierung nach kürzerem Abstand als 6 Monate (SIKO - sächs. Impfkommission: bei erfolgter Grundimmunisierung mit Vektorimpfstoff (2x AstraZeneca, 1x Jonsson&Jonsson). 
- Impfungen für Kinder/Jugendliche werden in der Praxis nicht durchgeführt (auch andere Impfungen bei Kindern/Jugendlichen werden in der Praxis nicht durchgeführt, da fast ausschließlich Erwachsene behandelt werden). mRNA-Impfstoffe sind für die Impfungen zugelassen, sowohl sächs. als auch ständige Impfkomission empfehlen die Impfung, da kurzfristige Risiken der Impfung niedriger sind als eine Coronainfektion. Dies gilt insbesondere für Kinder/Jugendliche mit chronischen Erkrankungen. Langzeiterfahrungen mit den genannten Impfstoffen bestehen nicht. Bei Impfungen von Kindern/Jugendlichen sollten meines Erachtens Impfling UND Erziehungsberechtige/r gleicher Meinung sein. 

Vor einem Impftermin bei uns bitte: 
- das  Aufklärungsmerkblatt des RKI (STIKO) bei Bedarf lesen (Ausdruck muss bei Impfterin nicht vorgelegt werden)
- den praiseigenen Anamnese- und Einwilligungsbogen ausdrucken, 1-2 Tage vor dem Impftermin ausfüllen und zum Impftermin vorlegen 

RKI-Aufklärungsdokumente mRNA-Impfstoffe

Zertifikate - Geimpft, Genesen, (Getestet)

- aktuell können für Patienten unserer Praxis Zertifikate für Geimpfte und Genesene ausgestellt werden
- sowohl für in der Praxis als auch in Impfzentren geimpfte Patienten
- Vorlage der Impfnachweise sind erforderlich
- die Abholung des Zertifikates kann frühestens am Folgetag erfolgen
- Zertifikate werden auch in vielen Apotheken ausgestellt

Tests

4 Testvarianten, TestARTEN

Tests zum Nachweis einer akuten Infektion oder ob ein Risiko zur Weiterverbreitung besteht:

1) PCR-Test: (Polymerase Chain Reaction, deutsch: Polymerase Kettenreaktion) weist das genetische Erbgut des Virus, und damit das Virus nach. Genauester Test. Abstrich aus Rachen-Raum (Mund UND Nase) erforderlich, Durchführung durch medizinisches Personal. Untersuchung des Materials im Labor. Ergebnis meist nach 24-48 Stunden verfügbar.
Durchführung in der Praxis: aus medizinischen Gründen, insbesondere bei Symptomen

2) POC-Schnelltest: (Point Of Care=am Ort der Pflege/vor Ort; =Antigentest, Antigen-Schnelltest, Ag-Test, PoC-Ag-Schnelltest o.ä.) weist Virusbestandteile/ -bausteine (=Antigene) nach. Abstrich aus Rachen-Raum (Mund und/oder Nase, entsprechend Herstellerangaben) erforderlich, Durchführung durch medizinisches oder ausgebildetets Personal. Untersuchung des Materials direkt vor Ort. Ergebnis meist nach 15-30 Minuten verfügbar.
Durchführung in der Praxis: werden  nicht durchgeführt. Die organisatorischen, rechtlichen und technischen Vorgaben sind nach den Abrechnungsmissbräuchen der Tests erheblich verschärft worden, so dass in der Praxis der Aufwand für eine Abrechnung zu hoch ist. Als IGeL-Leistung (Selbstzahler) sind Schnelltests  möglich.  

3) Selbsttest: (siehe 2) weist Virusbestandteile/ -bausteine (=Antigene) nach. Material aus Nase oder Mund; Abstrich, Spucke, Spülwasser o.ä je nach Hersteller und Testart. Selbständige Durchführung OHNE medizinisches oder ausgebildetets Personal. Untersuchung des Materials direkt vor Ort. Ergebnis meist nach 15-30 Minuten verfügbar.

Tests zum Nachweis durchgemachte Infektion oder Impfung:

4) Antikörper-Test: (Ak-Test) weist Antikörper (eine Antwort des Immunsystems) nach. Blutentnahme erforderlich. Durchführung durch medizinisches Personal. Untersuchung des Materials im Labor. Ergebnis meist nach 24-72 Stunden verfügbar. Im Alltag derzeit nicht relevant (wird in Studien verwendet), kann auf Wunsch als IGeL-Leistung (Selbstzahler) durchgeführt werden.
Durchführung in der Praxis: Kann als IGeL-Leistung (Selbstzahler) durchgeführt werden.  

Kontakte / Links:

Bei eventuellen Unklarheiten oder Fragen kontaktieren Sie bitte TELEFONISCH die Praxis, das Gesundheitsamt oder die Kassenärztliche Vereinigung.

Robert Koch Institut
Robert Koch Institut - Risikogebiete
 
Sächsisches Staatsministerium für Soziales  
Kassenärztliche Vereinigung Sachsen
Kassenärztliche Vereinigung Bereitschaft 116 117 

 116 117
Vogtlandkreis
Vogtlandkreis - Gesundheitsamt

 03741 300 3570 (9 - 16 Uhr) 
Plauen  

Alltagsempfehlungen Hygiene

Die allgemeinen und derzeit besonders wichtigen Hygieneregeln dürften inzwischen allen bekannt sein:

  • Masken richtig nutzen
  • Händegeben vermeiden
  • in die Ellenbeugen husten
  • häufig Hände waschen

Aus meiner Sicht 5 gute Empfehlungen für häufige Alltagssituationen hat Prof.A. Kekulé gut zusammengefasst:

Alexander Kekulé: 19. März 2020, 16:09 Uhr ZEIT Doctor Nr. 13/2020

1. Komm anderen Gesichtern nicht zu nahe

Das Coronavirus hat es auf die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase abgesehen. Nur durch diese kann es in den Körper eindringen. Über die Atemluft (aerogen) findet, nach derzeitigem Kenntnisstand, keine Übertragung statt. Gefährlich wird es nur, wenn beim Sprechen, Husten oder Niesen Tröpfchen ins Gesicht des Gegenübers spritzen. Die Sekrete fliegen beim Sprechen maximal einen, beim Husten oder Niesen zwei Meter weit. Zusätzlichen Schutz vor der Tröpfcheninfektion bieten eine normale Brille und eine einfache OP-Maske (Mund-Nasen-Schutz) oder ein über Mund und Nase gebundenes Stofftuch. Wer einem Huster oder Nieser nicht rechtzeitig ausweichen konnte, sollte die Maske sofort wechseln und das Gesicht desinfizieren oder mit Seife waschen. Ein Stofftuch ist nach einer Wäsche bei 60 Grad wieder einsatzbereit. Virushaltiges Sekret auf Haut, Haaren oder Kleidung ist ungefährlich, solange es nicht auf die Schleimhäute gerät.

2. Wasch die Hände, bevor du dir ins Gesicht fasst oder etwas isst

Coronaviren können auf Kleidung, Haut, Haaren und anderen Oberflächen mehrere Stunden lang (ausnahmsweise sogar tagelang) überleben. Wer im Bus einen Griff anfasst, auf dem sich frisches Sekret eines Kranken befindet, und danach die Augen reibt oder sein Essen mit den Händen berührt, kann sich per Schmierinfektion anstecken. Außerhalb der eigenen vier Wände sollte man deshalb niemals Augen, Nasenlöcher oder Lippen mit ungewaschenen Händen berühren. Das ist leichter gesagt als getan. Menschen fassen sich etwa zehn- bis zwanzigmal pro Stunde unbewusst ins Gesicht. Neuropsychologen glauben, dass diese – in allen Kulturkreisen und auch bei Affen vorkommenden – spontanen Selbstberührungen der Gedächtnisfunktion und der emotionalen Stabilisierung dienen. Coronaviren machen sich diesen Reflex zunutze. Ihn konsequent zu unterdrücken ist keine leichte Übung. Wer das nicht schafft, kann sich zur Erinnerung einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen.

3. Umarme nur Menschen, mit denen du Viren austauschen willst

Wenn bei einer Umarmung Haut oder Haare eines Infizierten mit Augen, Mund oder Nase eines (noch) Gesunden in Kontakt kommen, ist das ein Fest für Krankheitserreger aller Art. Die Nächstenliebe in Zeiten des Coronavirus verlangt deshalb strikte Abstinenz von Wangenküsschen und Umarmungen aus gesellschaftlichem Anlass. Unter Partnern und mit den eigenen Kindern sind Küsse dagegen erlaubt, weil sich in einem Haushalt lebende Familienmitglieder sowieso früher oder später gegenseitig anstecken. (Das gilt natürlich nur, wenn kein konkreter Verdacht auf eine Covid-19-Infektion besteht.) Beim Besuch der Großeltern sollte man sich dagegen gut überlegen, ob diesen eine lebensbedrohliche Krankheit zugemutet werden soll.

4. Betrachte öffentliche Innenbereiche als kontaminiert

In öffentlichen Verkehrsmitteln, Gaststätten, Geschäften und anderen allgemein zugänglichen Innenbereichen können Coronaviren auf jeder Oberfläche sitzen. Wer von dort in seine eigenen vier Wände zurückkehrt, sollte äußere Kleidung und Hände als virusbelastet (kontaminiert) ansehen, also gleich den Mantel an die Garderobe hängen und die Hände waschen. Wenn auch die Haare kontaminiert sein könnten (etwa durch die Kopfstütze in der Bahn), sollten sie spätestens vor dem Zubettgehen gewaschen werden. Im Freien ist die Virusbelastung von Oberflächen geringer, weil die Erreger durch Umwelteinflüsse verdünnt und inaktiviert werden.

5. Vermeide Kontakt zu anderen, wenn du Husten oder Fieber hast

In der Coronavirus-Pandemie sollte niemand zur Arbeit, Schule oder Kita gehen, öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder Bereiche mit vielen Menschen aufsuchen, wenn er hustet oder Fieber hat (Schnupfen gehört, entgegen anderslautenden Aussagen, nicht zu den typischen Covid-19-Symptomen). Insbesondere Kindertagesstätten müssen diese Regel streng beachten, weil Kinder – nach derzeitigem Kenntnisstand – öfter nur leicht erkranken, aber das Virus ausscheiden können. Wer mit Fieber oder Husten einkaufen oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen muss, sollte sich vorher die Hände waschen und eine OP-Maske oder ein Stofftuch über Mund und Nase tragen. Beides muss trocken sein, sonst entstehen beim Ausatmen virushaltige Tröpfchen.

Dr.J.Volkmar (JUNIOR)

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08523 Plauen

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