Schilddrüse


Jodblockade bei radioaktiver Strahlung

Prinzip Die Einnahme sehr hoher Jodmengen (bis zum 500fachen von "normalen Jodtabletten) verhindert, dass radioaktives Jod in die Schilddrüse aufgenommen und dort gespeichert wird. Dadurch wird verhindert, dass die Schilddrüse länger und stärker radioaktiver Strahlung ausgesetzt wird, was zum häufigeren Auftreten von Schilddrüsenkrebs führen kann. 
Wirksamkeit  Nur bei Strahlung von radioaktivem Jod. Kein Schutz vor anderer Strahlung. 
Wer?  Je jünger desto wichtiger (z.B. Kinder, Jugendliche, jüngere Erwachsene, Schwangere, ...) 
Risiken Bei Einnahme sehr hoher Jodmengen besteht das Risiko, dass plötzlich eine sehr stark ausgeprägte Überfunktion der Schilddrüse auftreten kann, was ein erhebliches gesundheitliches RIsisko bedeuten kann. Je älter desto größer das Risiko, aber auch bei jüngeren Menschen kann eine Überfunktion entstehen.  
Empfehlung

- nehmen Sie keine überhöhten Jodmengen ein ohne ärztliche oder behördliche Anweisung
- schaffen Sie sich keine Jodvorräte an, die erhältlichen Stärken sind ein Vielfaches zu schwach für die Jodblockade. Es könnte aber ein Mangel an Jodtabletten entstehen für Patienten, die regelmäßig Jodtabletten einnehmen müssen
- im Falle von auftretenden radioaktiven Strahlen wird durch die Behörden bezüglich Zeitpunkt, Menge und betroffene Menschen informiert 

 Weitere Informationen unter www.jodblockade.de

 

Schilddrüse - Allgemein

Schilddrüsenerkrankungen sind relativ häufig und führen teilweise zu typischen Beschwerden, teilweise aber auch zu sehr allgemeinen und unspezifischen Beschwerden.

Die Schilddrüsenvergößerung (Struma) ist eine häufige Erkrankung in Jodmangelgebieten, zu denen Deutschland zu rechnen ist. Insbesondere in den meeresfernen Mittelgebirgen (z.B. Vogtland) lebten früher viele Menschen mit zum Teil sehr großer Struma (Kropf). Zeitweise war in den letzten Jahrzehnten durch die zunehmende Verbreitung des Jodsalzes eine Verbesserung der Jodversorgung zu verzeichnen. In den letzten Jahren finden sich aber wieder Hinweise auf einen Rückgang der Jodversorgung.

Oft unabhängig von der Größe der Schilddrüse kann auch eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse vorliegen, d.h. es wird zu viel oder zu wenig Hormon in der Schilddrüse produziert. Oft liegen dann sogenannte Autoimmunerkrankungen (z.B. Morbus Basedow, Hashimoto) vor, bei denen im Körper Stoffe (Autoantikörper) gegen Bestandteile der Schilddrüse gebildet werden. Auch können Folgeerkrankungen der Struma zu Funktionsstörungen der Hormonproduktion in der Schilddrüse führen.

In der Schilddrüse können sich auch bösartige Tumore entwickeln. Das Erkennen eines Schilddrüsentumores ist von großer Wichtigkeit. Wie bei Krebsarten anderer Organe ist das frühzeitige und sichere Erkennen dieser Krankheiten sehr schwierig und in manchen Fällen nicht möglich.

Dr.J.Volkmar (JUNIOR)

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